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Dekankirche der Mariä Himmelfahrt

Kirche, die auf Rädchen ihrer Zerstörung floh

Die Dekankirche der Mariä Himmelfahrt in Most bildet den Mittelpunkt des Areals am Rande der Stadt. Im Jahre 1975 „bewegte sich“ diese einzigartige Sehenswürdigkeit auf Gleisen und so erschien sie an der gegenwärtigen Stelle. Die dabei überwundene Entfernung betrug über 841 Meter. Bis heute geht es um eine ausnahmsweise technologische Tat, die ins Goldene Guiness-Buch der Rekorde eingetragen worden war. Die Kirche wurde so vor der Zerstörung gerettet, die die meisten Bauten in der alten Stadt Most wegen der Kohlegewinnung nicht vermeiden konnten.

Die Kirche ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine wunderschöne innere Ausschmückung und präzise architektonische Auffassung des Raumes beeindruckt jeden Besucher. Das starke Erlebnis wird bei dem Anschauen authentischen Videos über den Umzug dieser ungewöhnlichen Sehenswürdigkeit gesteigert. Der Turm bietet dann eine wunderschöne Aussicht in die Umgebung.

Die Kirchenräume werden außer sakralen Zwecken auch als Konzert- und Hochzeits-Sal verwendet und in den Untergrundräumen ist der Ausstellungsraum der Galerie der Bildenden Kunst in Most im Betrieb. In der engen Nähe befinden sich das Barockspital mit einem Stilrestaurant und die gotische Kirche des Heiligen Geistes, die für Kammerexpositionen der bildenden Kunst verwendet wird. Die Umgebung der Kirche schmücken Barockplastiken, die aus der alten Stadt gerettet worden waren, und Statuen, die von Künstlern während der Bildhauersymposien geschöpft worden waren.

Panoramafoto der Dekankirche
Panoramafoto – die Aussicht von dem Turm

Geschichte der Kirche und innere Ausschmückung

Die Dekankirche stand ursprünglich an der Stelle der früh-gotischen Basilika. Von dieser ist nur die Krypta nach dem Brand bis die heutigen Tage erhalten geblieben, der die ganze Stadt im Jahre 1515 betraf. Für den Bau der neuen Kirche suchte man finanzielle Quellen, deswegen wurde 1515 eine öffentliche Sammlung mit der Segnung des Päpstlichen Stuhles, und zwar nicht nur auf dem Boden von Böhmen, Mähren und Schlesien, sondern auch in der Meißner Region und Lausitz. Der Grundstein des Baus wurde symbolisch am 15. 8. 1517 am Tag der Feier der Jungfrau Maria. Jakob Heilmann von Schweinfurt war der Autor vom architektonischen Entwurf der neuen spät-gotischen Kirche. Er leitete den Bau bis seinen Tod auch, was die technische Seite betrifft. Der Kirchenbau dauerte bis Ende des 16. Jahrhunderts.

Die Kirche hat der einen länglichen Dreischiffgrundriss mit dem fünfseitigen Presbyterium und einem Prisma-Turm, der im Norden in den Schiffgrundriss gesteckt ist. In der inneren Ausschmückung nimmt eine prominente Stelle die einzigartige künstlerische Auffassung der Galeriendekorierung ein, die aus dem dritten Viertel des 16. Jahrhunderts stammt, mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.

Ein Bestandteil der wertvollen inneren Räume ist auch ein Taufbecken vom ehrwürdigen Ausmaß. Dieses Kunstwerk entstand zwischen den Jahren 1560-1565 und stellt eine merkwürdige Vorführung der Dresdner Bildhauerschule dar. Der Deckel des Taufbeckens wird mit Alabasterrelieffeldern mit Szenen aus dem Neuen Testament geschmückt. An seiner Spitze ist traditionell plastisch die Taufe Christi dargestellt. Der Korpus des Taufbeckens wird mit Reliefs mit Motiven aus dem Alten Testament geschmückt, die mit dem Thema Wasser zusammenhängen. Weiterhin ist auch das gotische Sanktuarium mit Renaissanceausschmückung bemerkenswert, das wegen der Bildung des Barockaltars zur Sakristie verlegt wurde.

Das monumentale Barockaltar, das der Jungfrau Maria eingeweiht wurde, stellt selbst eine bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeit dar. Die Altararchitektur nimmt den Presbyteriumraum in ganzer Breite des Hauptschiffes bis zur Höhe von 17 m ein. Der vorgesetzte Teil des Altars ist vom Marmor ausgehaut, die anderen Teile der Architektur imitieren Marmor. Wenn sich die gotischen und Renaissancekünstler hauptsächlich mit dem Gebiet von Sachsen inspiriert hatten, schöpft die Barockausschmückung die Inspiration in der bischöflichen Stadt Leitmeritz. Stuckarbeiten an dem Altar, insbesondere künstliche Marmore gestaltete als Autor Johann Ignaz Hennevogel. Die Abbildung der Mariä Himmelfahrt im Altarbild ist ein Werk des bedeutenden tschechischen Barockmaler Josef Kramolin. Das Altar wird von vergoldeten Holzplastiken der Heiligen in Überlebensgröße (Hl. Joseph, Hl. Petrus, Hl. Johannes der Täufer, Hl. Paulus) ergänzt, die vom bedeutenden Barockbildhauer Bartolomeus Eder von Tirol gemacht worden waren. In der Nische des vorgesetzten Altarteiles befindet sich die Statue der Jungfrau Maria in dem so genannten „schönen Stil der tschechischen Gotik“. Es handelt sich allerdings nicht um das Original, sondern es geht um eine Kopie der berühmten „Madonna von Zahrazany“, die vor das Jahr 1398 datiert wird und heute in der Exposition der Nationalen Galerie in Prag stationiert ist. Die Statue stammte aus dem untergegangenen Kloster des Magdalena-Ordens in Most und nach der Legende sollte sie die Nonnen vor dem Tod in Händen der Hussiten gerettet haben. Die Ausschmückung des inneren Raumes der Kirche der Mariä Himmelfahrt schließt auch Skulpturen vom Barockbildhauer Johann Adam Dietze von Jezeri ein. Er fertigte für die Kirche in Most die Plastiken von sieben Jünger, die etwa 1730 auf die Säulen im Hauptschiff platziert wurden.

Erreichbarkeit

Mit dem Auto (Parkplätze direkt beim Kirchenareal), mit dem Städtischen öffentlichen Verkehr, Haltestelle Most, děkanský kostel / Most, Dekankirche

Besuchersaison

PeriodeTageStunden
1.4. - 30.4.Mi - So9:00 – 15:00
1.5. - 31.5.Di - So9:00 – 16:00
1.6. - 31.8.Di - So9:00 – 17:00
1.9. - 30.9.Di - So9:00 – 16:00
1.10. - 31.10.Mi - So9:00 – 15:00

Kostelní 289
434 01 Most
Telefon: +420 724 030 513 (Bestellungen der Besichtigungen) April und Oktober Mittwoch – Sonntag 10:00 – 16:00
www.kostel-most.cz

 

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